JAGDREITEN MIT STIL


... legt seinen Fokus nicht auf modische Oberflächlichkeit. Der Titel drückt vielmehr aus, dass der Stil, der einen Jagdreiter ausmacht, mehr als nur ein elegantes Stückchen Stoff ist. Der alleinige Besitz eines Jagdscheins macht den Jäger noch lange nicht zum Waidmann. Erst durch die Wertschätzung des jagdlichen Kerns und der Sache gegenüber, das Leben der jagdreiterlichen Werte als auch das Hintergrundwissen dazu sowie die Einhaltung der Traditionen und des Brauchtums, formen daraus ein Gesamtbild. Dieses setzt sich aus den Einheiten Kultur, Natur, Kreatur, Tradition und sportlicher Fairness zusammen.


Der Titel steht für meine Liebe zur Schleppjagd, die ich, Philipp Jakob, lebe. Dabei ist es mir wichtig, ein Pferd für die Zwecke der Jagd bestmöglich zu trainieren, sich selbst in gutem Trainingszustand zu halten und unter Einhaltung von Tradition und Brauchtum die Natur sowie die Arbeit der Hounds und die der Bläser zu achten. Mit Bildern, Blog-Beiträgen und Berichten teile ich hier jene Erlebnisse einer wunderschönen Sportart und gebe Termine über Seminare sowie Lehrgänge bekannt. Diese Webseite dient als eine digitale Visitenkarte und spiegelt meine Passion zur Jagdreiterei wider.


Über mich

Aufgewachsen bin ich in einer Jagdreiterfamilie, die jährlich auf dem elterlichen Hof von 1977 bis 1999 sportlich ambitionierte Schleppjagden ausrichtete. Von Kindesbeinen an wuchs ich mit diesem Sport auf. Eine Passion, die bis heute anhält.
Jagdreiten mit Stil ist das Ergebnis meines Profils auf Instagram, auf dem ich den Hashtag #jagdreitenmitstil kreierte und dort stetig Bilder meiner Leidenschaft hochlade. Da ich meine Erlebnisse jedoch nicht ausschließlich auf diesem sozialen Medium teilen möchte, wurde daraus die Webseite Jagdreiten mit Stil.

Seit 2016 halte ich Seminare zum Thema Stil und Form der Schleppjagd. Darüberhinaus gebe ich Kurse über das Training eines Jagdpferdes sowie zur Stabilität und Balance im Leichten Sitz.




 




Eindrücke meiner Leidenschaft, dem Jagdreiten

Die Faszination der Schleppjagd



Termine


23. bis 25. Oktober 2020 | Jagdreiter-Lehrgang zur Auffrischung | Stabilität und Balance im Leichten Sitz | Info folgt


24. September 2020 | Auffrischungskurs Melle | Stabilität und Balance im Leichten Sitz


September | Jagdreiter-Lehrgang Westerstede | Stabilität und Balance im Leichten Sitz | Abgesagt


22./23. August 2020 | Jagdreiter-Lehrgang Celle | Stabilität und Balance im Leichten Sitz


14. bis 16. August 2020 | Jagdreiter-Lehrgang Rosenhof Büdingen | Stabilität und Balance im Leichten Sitz | Zum Video | Zum Bericht


07. bis 09. August 2020 | Jagdreiter-Lehrgang Lüneburger Heide | Stabilität und Balance im Leichten Sitz | Zum Video


05. bis 07. Juni 2020 | Jagdreiter-Lehrgang Verden | Stabilität und Balance im Leichten Sitz | Zum Bericht


20. bis 22. März 2020 | Jagdreiter-Lehrgang | Abgesagt auf Grund Covid-19



 

Eindrücke des Jagdreiter-Lehrgangs in der Lüneburger Heide rund um Stabilität und Balance im Leichten Sitz sowie das Reiten in der Gruppe:



Dieser Lehrgang wurde gesponsert von: BEMER Partner Anja Jochims und von Drohnenfotografie Florian Wißmann digital begleitet.




Blog

03.08.2020

Meutehunde und -arbeit

Der besondere Reiz, den wir auf unseren Schleppjagden erleben, hängt im Wesentlichen von der Anwesenheit einer Meute ab. Allein das aus dem Meutetransporter hallende Geläut, wenn man zum Meet kommt, ist eindringlich. Doch bis es soweit ist, steht eine immense Arbeit und vor allem Verantwortung bevor. Diese tragen jene auf ihren Schultern, die sich tagtäglich um die Meute kümmern.

Was macht einen guten Meutehund aus? Hierzu muss man die Einsatzgebiete der jeweiligen Rassen und die verschiedenen Arten der Jagd betrachten. So dauern die Jagden auf den Fuchs mit dem Foxhound in Großbritannien und die Jagden in Frankreich mit dem Tricolor, beispielsweise auf den Hirsch, durchaus den ganzen Tag. Wenngleich die Jagd auf einen Hasen mit dem Beagle eher von kurzer Dauer, aber durch hohes Tempo gekennzeichnet ist. Auf manchen Bloodhound-Jagden in Belgien reitet man oft nur eine Line, also eine Schleppe, die allerdings über mehrere Stunden geht. Natürlich nicht ausschließlich im Galopp, aber deutlich an der französischen Chasse à courre orientiert.

Hieraus geht hervor, dass der Meutehund einem guten Trainingszustand hinsichtlich Kondition und Muskelkraft entsprechen muss, was ebenso mit dem individuellen Futterzustand des jeweiligen Hundes einhergeht. Zudem spielt das Exterieur, beispielsweise die Pfote, eine wichtige Rolle, die den Hund trägt. Neben den Eigenschaften der Ausdauer und der Schnelligkeit steht die geschulte Nase im Mittelpunkt. Logischerweise. Denn ohne diese wäre es nicht möglich, eine Fährte über große Distanz zu verfolgen. Um dem Reiter zu vermitteln, dass die Meute auf dem Scent, also der Spur, ist, müssen sich die Hounds durch ihr Geläut bemerkbar machen. Somit stellen das Geläut, das Gebäude, die Nase als auch das Ausdauervermögen die wichtigsten Kriterien eines Meutehundes für den Zweck der Jagd dar.
Hierin ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, das auf jeden einzelnen Hund individuell angepasst ist, zeugt von hoher züchterischer Kompetenz, mit der sich Meutehalter, Master und Huntsmen stets auseinandersetzen, um den Anforderungen der Jagd, hierzulande der Schleppjagd, gerecht zu werden.

Ist dies längst nicht der einzige Punkt, so haben sich Equipage, Hunt-Staff, und Co. entsprechend dem Leben der Hounds verschrieben. Denn mit der Geburt eines jeden Welpen beginnt eine große Verantwortung und Aufgabe für die entsprechenden Personen, die aus dem Youngster einen sicheren, passionierten und professionellen Jagdhund erziehen und trainieren.
Das Gewöhnen an die Namen, das Legen von kleinen Futterschleppen – um den Nachwuchs an seine spätere Aufgabe der künstlichen Fährte heranzuführen – das Koppeln mit erfahrenen Hunden, schließlich das Training für den bestmöglichen Appell. All das steht weit vor dem Ergebnis, das wir von einer gut laufenden Meute an lediglich einem einzelnen Jagdtag mitbekommen. So wie wir Reiter unsere Pferdeboxen ausmisten, müssen die Mitglieder einer Equipage nicht nur diese, sondern auch den Kennel – also die Zwingeranlangen der Meute - säubern. Gerade im Sommer eine undankbare Aufgabe. Im Zuge dessen steht die tägliche Fütterung, die Versorgung von Verletzungen, die Pflege der einzelnen Hunde an. Stets das geschulte Auge, wachend über die Hierarchie und Stimmung innerhalb des Packs, um nicht zuletzt auch den Charakter eines jeden einzelnen Hundes und dessen Namen kennen zu lernen. Nächte, die man sich um die Ohren schlägt, während man auf die Welpen wartet. All das sind Aufgaben, von denen der Jagdreiter selten etwas mitbekommt, wenn er nicht gerade starkes Interesse am Meutealltag zeigt. Nun ist noch nicht erwähnt, dass das Hunde-Training ebenfalls zu Pferd, zu Fuß, oder mit dem Fahrrad mehrmals wöchentlich bei jedem Wetter im Vordergrund steht und man als Mitglied einer Equipage ebenfalls dafür Sorge zu leisten hat, dass sein einzusetzendes Pferd zeitgleich über einen ordentlichen Trainings- und Gesundheitszustand zu verfügen hat.

Es zeigt sich, welchen notwendigen Respekt man einer jeden Meute und einem jeden Equipage-Mitglied entgegenbringen muss. Denken wir an Situationen während der Jagd, in denen plötzlich Wild die Schleppe kreuzt. Oder an solche, bei denen das gesamte Pack zwischen Autos und Zuschauern samt Fremdhunden hindurch oder vorbei manövriert werden muss. Eine Aufgabe und vor allem eine Verantwortung, die beachtlich ist. Und all das, um dem Jagdreiter einen schönen, sportlichen Tag bescheren zu können, der im schlimmsten Fall hinterher noch sagt, die Meute sei schlecht gelaufen. Möglicherweise war lediglich die Witterung zu warm und zu trocken, so dass der Meutehund die Fährte nicht besser aufnehmen konnte. Leider findet das dann oft keine Beachtung mehr in den Gesprächen nach der Jagd.

So sehen wir auch den Zusammenhang zwischen der Kreatur und dem Wetter, denn: Je trockener und wärmer es ist, desto schwieriger ist es für den Hund eine Fährte aufzunehmen. Je staubiger der Boden, umso mehr verkleben die Nasenschleimhäute, desto langsamer kann der Hund „suchen“. Dennoch sehnen wir uns nach einer stets aufregenden Jagd mit hohem Tempo. Je feuchter und kühler, umso vorteilhafter und umso leichter hat es daher der Foxhound, Beagle, Bloodhound, Harrier und Co. uns eine sportliche Jagd zu bieten. Aus diesem Grund spricht man nicht umsonst von gutem Jagdwetter, wenn man an einen nasskalten Novembertag im Nebel denkt. Zugleich können wir auch hier die Brücke zur robusten und funktionalen Jagdkleidung schlagen, die uns an genau solchen Tagen warmhält, an denen die Hunde am besten laufen.

So stellen wir fest, dass Jagdreiten nicht einfach ein Sport ist, bei dem man mal „eben“ für die genannte Prüfung sattelt. Jagdreiten ist ein Sport, der aus dem Reiter an sich einen Menschen macht, der Verständnis für den Zusammenhang von Tier, Wetter, Natur, der dazugehörigen Kleidung und den sportlichen Umständen beziehungsweise Herausforderungen aufbringt.
Daher ist keine Jagd wie die andere. Die Arbeit der Meutehalter, mit dem Ziel, jeden einzelnen ihrer Hounds so zu trainieren und zu erziehen, dass er stets mit Freude und Eifer bei der Sache ist, ist allerdings alltäglich die gleiche. Tag für Tag. Wetter für Wetter.

Philipp Jakob (Foto: privat)

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Admin - 11:49 @ Jagdreiten, Stil





Habe Spaß. Reite Jagd. Aber richtig

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